Am Newsleter anmelden

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Top Beiträge

B2B E-Commerce 16.06.2021 4 Min. Lesezeit

Deine Daten, Dein Kapital – Digitalisierung nur mit fundierter Datenbasis!

Ohne fundierte Datenbasis funktioniert das Online-Marketing schlicht und ergreifend nicht gut und kann nicht ...

B2B E-Commerce 12.05.2021 6 Min. Lesezeit

Eine E-Commerce Plattform für Maschinenbauer

Für Kosteneffizienz und Kundennähe sollten Maschinenbauunternehmen die Weichen für eine neue Aufgaben- und ...

Nie mehr E-Commerce News verpassen – Jetzt abonnieren!

7 gravierende Fehler bei der Auswahl einer E-Commerce Agentur

8 Min. Lesezeit Alexander Steireif 03.02.2021
Auf der E-Commerce Banane ausgerutscht

Bei der Vorbereitung von E-Commerce Projekten gelangen Sie irgendwann an den Punkt, an dem Sie sich für eine E-Commerce Agentur entscheiden müssen. Selbst wenn Sie einen bestehenden Webshop ablösen und damit Ihren bestehenden Partner beauftragen, ist das eine Entscheidung für jemanden und gegen andere. Nur wissen Sie in diesem Falle eher, was Sie erwartet.

Die Auswahl der passenden E-Commerce Agentur – passend bedeutet hier, der optimale Partner für Ihr konkretes Vorhaben – ist eine echte Herausforderung. Wenn Sie bei der Auswahl der E-Commerce Agentur einen Fehler begehen, kann Sie das im schlimmsten Fall das Projekt kosten. Merkwürdigerweise denken viele Unternehmen, dass vor allem die Wahl der Software die wichtigste Entscheidung sei. Aber glauben Sie uns bitte: Eine sehr gute E-Commerce Agentur kann auch aus einer eigentlich unpassenden Webshop-Software mehr für Ihr Projekt herausholen, als eine schlechte E-Commerce Agentur aus der passenden Software. Oder, um es mit einem Praxisbeispiel zu beschreiben: Ein genialer Handwerker kann auch mit einem dürftig ausgestatteten Werkzeugkoffer Ihr Problem lösen. Bei einem schlechten Handwerker hilft auch kein gutes Werkzeug.

Warum Unternehmen sehr häufig die falsche E-Commerce Agentur wählen

Sicherlich denken Sie nun auch: Klingt doch plausibel. Der falsche Partner führt eben zu einem schlechten Ergebnis. Vielen Unternehmen, seien es KMUs oder Großunternehmen, sind die Risiken auch klar. Dennoch entscheidet sich eine Vielzahl im Rahmen von geplanten E-Commerce Projekten für den falschen Partner. Das Ergebnis ist anschließend ein zähes, mäßig erfolgreiches Projekt, bei dem die Kosten überlaufen, Budgets erschöpft sind und die Nerven blank liegen.

Warum aber entscheiden sich Unternehmen viel zu häufig für die falsche E-Commerce-Agentur und erleiden dann Schiffbruch im Projekt? Ist die Wahl so komplex, ist der Mangel an Know-how in den Unternehmen so groß, oder was läuft hier eigentlich schief? Es gibt tatsächlich ein Muster bzw. ein festes Repertoire an Fehlern und Irrtümern, in deren Falle Unternehmen immer wieder tappen.

Sehen Sie daher diesen Blogbeitrag als Augenöffner und als Hilfestellung, um diese Fehler zu vermeiden.

Fehler Nr. 1: Die Anfrage bei der Agentur

Der erste und größte Fehler ereignet sich gleich zu Anfang. Stellen Sie sich vor, Sie würden bereits wissen, mit welcher Software sie starten wollen und suchen nun nach Umsetzungspartnern. Google liefert Ihnen in Sekunden etliche E-Commerce Agenturen, die Erfahrung mit dieser Software haben. Sie verschaffen sich auf der Website einen Eindruck der Referenzen und Leistungen, treffen eine Vorauswahl und fragen dann einige Agenturen an. Dazu werden Sie dann wohl ein „Anforderungsdokument“ bestehend aus einigen Präsentationen, einem zusammenfassenden Worddokument und vermutlich eine detaillierter Auflistung von Anforderungen in Excel zusenden. Auf dieser Basis meldet sich dann die Agentur bei Ihnen, fragt noch ein wenig nach Zielen und Infrastruktur und schickt dann eventuell zeitnah eine Kostenindikation bzw. einen Kostenrahmen.

E-Commerce Agentur
Eine E-Commerce Agentur voller Hipster reicht in der Regel nicht für ein erfolgreiches Projekt

Doch Hand aufs Herz: Wie soll Ihnen denn eine Agentur realistische Kosten, Realisierungsansätze und -zeiträume nennen, wenn lediglich einen Strauß an unstrukturierten Informationen vorliegt und das meiste Wissen noch verborgen in Ihrem Kopf steckt.

In 90% der Fälle wird unter hohem Zeitdruck und mit viel zu wenigen Informationen, die kaum strukturiert sind, bei Agenturen angefragt. Das führt oftmals dazu, dass eineAgentur Ihnen irgendwelche Kalkulationen zusendet, von der sie annimmt, dass sie Sie als Auftraggeber zufriedenstellen. Hauptsache es kommt zum Projekt. Sie werden zu diesem Zeitpunkt immer hören, dass alles einfach und recht schnell zu realisieren ist. Warum auch nicht? Denn rät man als Agentur davon ab, auf dieser unklaren Basis zu starten und erst einmal sauber die Anforderungen zu erfassen, wird der Anfragende eben zur nächsten Agentur weitergehen. Und seien Sie ehrlich! Würden Sie einer Agentur 2-3 Tage Discovery-Workshops bezahlen, damit diese das Projekt besser versteht? Vermutlich nicht, auch wenn es zum Projekterfolg viel beitragen würde.

Fehler Nr. 2: Unrealistische Kostenvorstellungen

Ja, E-Commerce Projekte erfordern hohe Investitionen. E-Commerce Projekte sind aber nicht teuer. Der Aufwand allerdings, der nötig ist, damit Sie am Ende eine erfolgreiche E-Commerce Lösung erhalten, ist viel größer als noch vor 10 Jahren. Jetzt könnten wir uns alle beschweren, wie hoch die Zahlen in den Angeboten sind und dass es früher doch alles günstiger war. Ihnen als Unternehmen muss aber bewusst werden, dass gewisse Investitionen notwendig sind. Ansonsten gibt es einfach kein E-Commerce Projekt.

Leider haben zu viele Unternehmen sehr unrealistische Budget- und Investitionsvorstellungen. Nun könnte man meinen, dass diese dann entsprechend korrigiert werden, sobald E-Commerce Agenturen über Realisierungskosten sprechen. Doch leider geschieht dies nur in den seltensten Fällen. Vielmehr ist es so, dass die Unternehmen das günstigste Angebot oder zweitgünstigste auswählen. Wird ja schon passen! Auch wenn die Range zwischen 10.000 und 600.000 Euro liegt? Dann sicher nicht.

Willkommen in der Welt der verkalkulierten Offerten, Rechtsstreitigkeiten und E-Commerce Projekten, die niemals online gehen. Wenn die Differenz zwischen dem teuersten und günstigsten Angebot 100% beträgt, haben Sie entweder unseriöse Agenturen angefragt oder Ihre Anforderungen sind miserabel erhoben.

In einem weiteren Beitrag erfahren Sie, wie Sie Agentur-Angebote richtig bewerten.

Fehler Nr. 3: Zu hoher Druck

Sie haben in Ihrem Unternehmen am Montag die Idee, in den E-Commerce einsteigen zu wollen und am Dienstag fragen Sie bereits Agenturen an. Das Angebot sollte dann am Donnerstag vorliegen, denn schließlich möchten Sie am Freitag eine Entscheidung treffen. Klingt in Ihren Ohren etwas übertrieben? Okay, so schlimm ist es wirklich nur selten, aber die Tendenz ist da: Der Mittelständler, der Mitte Dezember merkt, dass zu viel Budget übrig ist und irgendetwas beauftragt werden muss. Oder das Unternehmen, welches plötzlich von der jährlichen Branchenmesse „überrascht“ wird und bis dahin noch fix den neuen Online-Shop möchte.

Glauben Sie mir eines: Seriöse E-Commerce Agenturen sind gut gebucht. Viele Agenturen können sich die Kunden aussuchen, mit denen sie arbeiten möchten. Das ist keine Arroganz. Die Nachfrage ist schlicht größer als das Angebot. Seriöse E-Commerce Agenturen müssen daher auf diese „Hau-Ruck-Spielchen“ von Unternehmen nicht eingehen. Das tun dann eher die kleinen, nicht ganz so erfolgreiche E-Commerce Agenturen. Die werden wie ein Pitbull anbeißen.

Das Abklopfen von Rahmenparametern, die für die Erstellung eines Angebotes unerlässlich sind, kostet Zeit. Die Angebotserstellung kostet ebenfalls Zeit. Zeit ist Geld und glauben Sie mir, keine E-Commerce Agentur wartet nur darauf, für Sie alles andere stehen und liegen zu lassen. Wenn Sie in Ihrer Anfrage sowohl zeitlichen Druck wie auch zu harte Rahmenparameter beim Budget aufbauen, werden die guten Agenturen dankend ablehnen. Nur genau die brauchen Sie, wenn Sie erfolgreichen E-Commerce betreiben wollen.

Deadlines
Unrealistische Deadlines und zu viel Druck führt nur dazu, dass seriöse Agenturen nicht am Pitch teilnehmen

Fehler Nr. 4: Mangelndes Know-how im Unternehmen

Wenn Sie von einer Sache keine Ahnung haben oder nur gefährliches Halbwissen, kann Ihnen Ihr Gegenüber alles erzählen. Sie werden es nicht einordnen können und müssen Ihrem Instinkt vertrauen. Sprechen Sie jetzt aber mit einem sympathischen, netten und engagierten Vertriebsmitarbeiter einer E-Commerce-Agentur, werden Sie geneigt sein zu glauben, was er Ihnen erzählt. Der Vertrieb in Agenturen kümmert sich aber nicht um Ihr Projekt, hinterfragt nicht Ihre Anforderungen und kennt oftmals auch nicht wirklich die technischen Grundlagen. Das liegt aber in der Natur der Sache, denn der Vertrieb muss dies auch nicht, er muss verkaufen.

Jetzt müssten Sie eigentlich herausfinden, ob die Agentur Ihnen und Ihrem Projekt tatsächlich gewachsen ist. Sie müssten verstehen, wie gut die Qualität ist, die abgeliefert wird. Auch ist es essentiell zu verstehen, welche Technologien und Ansätze verwendet werden. Haben Sie von all dem keine Ahnung, bleibt nur noch der Instinkt. Doch dieser kann leicht getäuscht werden und leider führt genau dieser Ansatz dazu, dass viele Unternehmen auf die falsche E-Commerce Agenturen setzen. Genau für die Lösung dieses Problems gibt es uns E-Commerce Berater.

Fehler Nr. 5: Referenzen, die blenden und nicht zum E-Commerce passen

Schaut man sich in der Breite Agenturwebsites an und wirft einen Blick auf die Referenzen, muss man sich schon fragen, wie viele tausend Agenturen Porsche, Daimler, BMW und Co. eigentlich in letzter Zeit beauftragt haben. Verstehen Sie mich nicht falsch, in der Regel wurde wirklich für diese Unternehmen gearbeitet. Doch ist die Frage immer, worum es sich beim jeweiligen Auftrag gehandelt hat? Der tolle Name ist vielleicht ein Gütesiegel – aber er muss für Sie nicht relevant sein.

Hat eine E-Commerce Agentur eine namhafte Referenz, eventuell sogar ein Mitbewerber von Ihnen, bringt Ihnen das in Ihrem E-Commerce Projekt nichts, wenn die Agentur dort lediglich die E-Mail-Kampagnen betreut. Auch bringt es Ihnen nichts, wenn die Agentur nur für ein paar Tage beim Kunden aktiv war, beispielsweise um einen kleinen Fehler zu korrigieren. Sie müssen daher immer hinterfragen, was denn genau gemacht wurde. Sprechen Sie die Agentur daher konkret auf Details vergangener Projekte an.

Fehler Nr. 6: Sie fischen im falschen (E-Commerce) Gewässer

Die Wahl der Software, wie beispielsweise Shopware oder Magento, kommt häufig vor der Wahl der Agentur. Auch das kann ein Problem werden, denn es heißt auch, dass Sie sich schon auf eine bestimmte Zielgruppe bzw. einen bestimmten E-Commerce Kosmos festgelegt haben. Wenn nun dieser überhaupt nicht zu Ihrem Unternehmen, Ihren Vorstellungen und Ihren Projektparametern passt, haben Sie praktisch schon verloren.

Wenn Sie als Mittelständler nun richtig Gas im E-Commerce geben wollen, sich für Shopify entscheiden und es auf diesem Gebiet nur Agenturen gibt, die Projekte bis 10.000 Euro realisieren können, keine Expertise im Bereich Consulting haben und noch nie komplexe ERP-Systeme angebunden haben, dann kommen Sie hier nicht wirklich zum Erfolg. Prinzipiell könnten Sie nun die Software wechseln. Aber vor dem eigentlichen Projektbeginn sieht man diese „krassen“ Einschränkungen aufgrund der Software-Auswahl nicht. Diese Themen können auch erst nach Monaten im Projekt hochkommen, zu einem Zeitpunkt an dem es schon zu spät ist. Die Evaluation der passenden Software sollte daher mit ausreichend Zeit und Sorgfalt erfolgen.

Fehler Nr. 7: Der E-Commerce Berater fehlt

Und zum guten Schluss ein Fehler, bei dem auch etwas Werbung gestattet sein muss. Viele E-Commerce Projekte scheitern aufgrund von Naivität. Diese Naivität beginnt eben auch schon bei der Auswahl der E-Commerce Agentur. Ich verstehe, wenn Sie als Unternehmen und Entscheider gewisse Dinge selbst übernehmen möchten. Hierzu zählt in vielen Fällen die Auswahl der geeigneten E-Commerce Agentur. Aber das bedeutet eben auch, dass Sie ein gewisses Risiko eingehen, eine falsche Entscheidung aufgrund einer falschen Vorgehensweise zu treffen.

Wir als E-Commerce Berater, natürlich aber auch geschätzte Kollegen, helfen Ihnen vor allem bei der Auswahl der passenden E-Commerce Agentur. Denn ein E-Commerce Berater:

  • Redet mit E-Commerce Agenturen auf Augenhöhe
  • Kennt den Markt, Teilnehmer und hat hier breite Erfahrungen
  • Kann Kostenindikationen realistisch einschätzen
  • Geht neutral, unabhängig und emotionslos beim Auswahlprozess vor
  • Hat Ihre Zufriedenheit im Fokus, nicht die Ableitung eines großen IT-Projekts
  • Spezifiziert Anforderungen in der Weise, dass Angebote vergleichbar werden

Sprich, mit einem E-Commerce Berater haben Sie eine neutrale, unabhängige Kontrollinstanz, die Sie unterstützt, begleitet und Sie zur richtigen E-Commerce Agentur führt.

Fazit: So einfach ist die Agenturwahl nicht

Faktisch ist es so, dass die Mehrzahl an Unternehmen unzufrieden mit ihren E-Commerce Agenturen sind und die meisten Projekte eben nicht in „Time, Budget und Quality“ realisiert werden. Die Gründe hierfür sind vielschichtig, an dieser Stelle haben Sie unsere Top 7 gesehen.

Die Wahl der richtigen E-Commerce Agentur ist knifflig und es ist keine Schande, hierfür Unterstützung zu suchen. Was Sie in eine E-Commerce Beratung zur Agenturauswahl investieren, ist in der Regel gut angelegt, denn letztendlich holen Sie die Investition im Projekt wieder heraus. Falls auch Sie an diesem Punkt stehen: Wir helfen Ihnen gerne mit unseren Leistungen bei der Agenturauswahl weiter.

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.