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B2B Shop Software – die wichtigsten Systeme im Überblick

B2B E-Commerce

Redaktion 05.06.2019

B2B Shop Software

Welche B2B Shop Software erfüllt auch aktuelle Ansprüche? Welcher B2B Online Shop eignet sich für welches Unternehmen, bzw. welche Anforderungen? Wir stellen Ihnen die sieben wichtigsten Anbieter für B2B Shop Softwarelösungen auf dem Markt vor. Finden Sie den B2B Online Shop, der zu Ihnen passt!

Übersicht der E-Commerce Systeme im B2B

Shopsysteme für den B2B E-Commerce müssen einige Kriterien mehr erfüllen als gängige Shopsysteme für den Verkauf von Produkten an Endkunden. Anders als im B2C-Bereich muss man im B2B E-Commerce zum Beispiel Rabatte (Staffelpreise, kundenindividuelle Preise) berücksichtigen oder individuelle Produktkataloge für Kunden. Der Bestellprozess unterscheidet sich im B2B Onlineshop teilweise vom B2C Standard, da etwa Funktionen wie eine Angebotserstellung, der Upload von Bestelllisten oder Bestellfreigaben integriert werden müssen. Auch die Bezahlung stellt mit Skontobedingungen und Kreditlimits für Kunden ganz andere Ansprüche. Es ist möglich, klassische Shopsysteme dahingehend anzupassen. Nötig ist das allerdings kaum noch, denn es gibt inzwischen sehr gute B2B Shop Software bzw. dazugehörige Module auf dem Markt. Wir stellen Ihnen sechs Systeme näher vor.

Viele Funktionen mit dem B2B Online Shop von Shopware

Shopware ist sicherlich mit das erfolgreichste deutsche Shopsystem. Es steht als kostenlose Community Edition zur Verfügung und in zwei Kaufversionen, wobei im B2B E-Commerce die kostenlose Version eine untergeordnete Rolle spielt. Sie bietet weder Gewährleistungen noch Support. Außerdem sind erst mit der kommerziellen Lizenz  – und hier vor allem mit der B2B Suite – wichtige Features wie eine Pricing Engine oder die Möglichkeit, Kundenhierarchien abzubilden, vorhanden.

Das etablierte Shopware-System wurde kürzlich mit der Version 6 komplett neu aufgestellt. Der Fokus lag dabei zum Beispiel auf der lokalen Ansprache, auf emotionalen Erlebniswelten für die Kunden, auf einfach anzupassenden, konfigurierbaren Verkaufsprozessen und auf der Möglichkeit, Social Media Kanäle, Services und sogar den POS an die Plattform zu binden. Das alte Shopware-System wird zwar noch mit Updates versorgt, aber langfristig wird man sich auf die neue Version konzentrieren. Grundsätzlich kann man sagen, dass Shopware zwar keinen fertigen B2B Online Shop anbietet, mit dem man sofort starten kann, Shopware aber äußerst flexibel und offen für Eigenentwicklungen ist. Es gibt über 1.700 Erweiterungen für Shop Software, von denen etliche auch für den B2B-Markt interessant sind. Und es kommen immer neue Plug-ins hinzu, die aktuelle Anforderungen und Veränderungen im B2B E-Commerce aufgreifen.

B2B mit Magento – praktisches Hosting und hohe Flexibilität.

Auch Magento hat seinen Ursprung im B2C-Bereich. Die Onlineshop-Software konnte sich in den letzten Jahren überdies im B2B E-Commerce einen guten Namen machen. Die kostenlose Community Edition ist für den B2B E-Commerce auch bei Magento eher uninteressant, denn nur für die kommerziellen Enterprise-Version (heute Commerce Edition) sind ein Hersteller-Support und wichtige Features verfügbar.

Magento Commerce bietet die Möglichkeit, Geschäftskunden individuelle Kataloge sowie Preise darzustellen und auf Käuferebene verschiedene Berechtigungen anzulegen. Es lassen sich Echtzeitbestände und Bestellhistorien einsehen, Budgets von Einkäufern überwachen oder komplexe Kundenhierarchien und Freigaben im Kundenkonto definieren. Zahlreiche Tools zur Kundenbetreuung und Kundenbindung, ein Marketplace für Plug-ins wie bei Shopware, eine starke Business Intelligence-Lösung und eine Cloud Edition runden das Angebot ab. Bei letzterer ist wichtig zu wissen, dass es sich nicht um eine vorkonfektionierte Software-as-a-Service (SaaS) Lösung handelt, sondern um ein Platform-as-a-Service (PaaS) Angebot. Magento stellt also die cloudbasierte Hostingumgebung und entsprechende Services bereit, so dass sich Kunden nicht mehr selbst darum kümmern müssen. Damit bleibt die Flexibilität der Software beim Customizing erhalten – was ein besonderer Pluspunkt von Magento ist. Gleichzeitig können Unternehmen bei Infrastrukturanforderungen aber besser skalieren. Mit der Commerce Edition erhalten also auch B2B-Anwender also eine umfangreiches System, das sich zudem gut erweitern lässt. 

Online wachsen mit dem B2B Online Shop von OroCommerce

Die Magento-Gründer Roy Rubin und etwas später auch Yoav Kutner nutzen ihre Erfahrung mit Shopsystemen, um mit OroCommerce eine Lösung eigens für den B2B E-Commerce zu schaffen. Auch für OroCommerce gibt es eine kostenlose und eine kommerzielle Edition. Und wie üblich sind erst in der Enterprise Edition Support und Gewährleistungen vom Softwareanbieter enthalten. Funktionsseitig bietet die Enterprise zwar auch einiges mehr, doch sollte man die eigenen E-Commerce Anforderungen genau kennen, um zu entscheiden, welche Features man tatsächlich braucht.

OroCommerce ermöglicht „out-of-the-box“ zahlreiche B2B-Funktionen, z.B. eine Kundenselbstverwaltung, bei denen die Geschäftskunden selbst Rollen und Rechte vergeben und Einkaufsteams bilden können. Es lassen sich auch komplexe, kundenindividuelle Preise und Produktkataloge zur Verfügung zu stellen. Über das Shopsystem kann man zudem recht schnell in multinationale Marken verkaufen, bei denen sich Sprachen, Währungen und Steuern unterscheiden. OroCommerce bietet selbst ein CRM-System, aber auch CRM-Schnittstellen, damit Kunden ihre Bestellhistorie und andere relevante Daten zur Verfügung haben bzw. Unternehmen das CRM mit den Shopdaten enreichern können. Darüberhinaus gibt es mit der OroPlattform eine interessantes Angebot für kundenspezifische Weblösungen über den E-Commerce hinaus. Und damit alles stressfrei, sauber und sicher läuft, gibt es mit der OroCommerce Cloud eine eigene Hosting-Lösung.

Exklusiver B2B E-Commerce mit Spryker

Spryker ist als Framework vor allem für den B2C angetreten, mit dem Ansatz, dass alles Anforderungen individuell vom oder für den Kunden auf der grünen Wiese gebaut werden sollten. Mittlerweile gibt es ein größere Anzahl von Funktionsgruppen, die sich modular zusammenstellen lassen. praktischerweise auch schon zusammengefasst in einer B2B Suite. So zum Beispiel Module für Nutzerrollen und -berechtigungen, Preislogiken, Warenkorb-Funktionen, Lagerverwaltung und viele mehr. Wer mit Spryker Commerce OS arbeiten möchte, kann dank eigener API auch effizient Apps, IoT-Technologien oder Sprachassistenten anbinden. Spryker bietet damit Flexibilität und Entwicklungsoffenheit wie sie auch für komplexe B2B-Projekte nötig sind.

Allerdings braucht es ein ausreichend hohes Budget, um sich eine Lösung entwickeln und vorhandene Features vom Anbieter anpassen zu lassen. Da es sich um kein fertiges Shopsystem handelt, muss man jedoch auch genau das tun, und bleibt damit auch in Zukunft vom Hersteller abhängig. Das Unternehmen setzt aber darauf, seinen Kunden unter dem Motto „Alles kann, nichts muss!“ alle Möglichkeit zu geben, einen einzigartigen B2B Online Shop zu gestalten.

Professionelle B2B Shop Software mit Intershop

Intershop ist ein Pionier auf dem Gebiet der E-Commerce-Lösungen. Für den B2B E-Commerce bietet das Unternehmen speziell zugeschnittene Funktionen. So können Geschäftskunden auch hier mit eigenen Profilen ihre Budgets überwachen, ihren einzelnen Abteilungen Rollen und Rechte zuweisen und Kostenstellen verwalten. Sonderkonditionen und Produktempfehlungen sind genauso möglich wie Bestellvorlagen, Schnellbestellungen und andere Features zum einfachen Einkauf. Die E-Commerce-Plattform von Intershop wird „schlüsselfertig“ übergeben, kann dann aber an die Branche und die Anforderungen angepasst werden. Sehr interessant ist auch das Feature „Rahmenverträge“ mit dem Vertriebler direkt im Backend für Ihre Kunden spezielle Preise für einen bestimmten Zeitraum abstellen können. So werden Großhändler mit internationaler Kundschaft angesprochen, aber auch mittelständische Unternehmen, die die Vorteile des B2B E-Commerce nutzen wollen.

Kein IT-Stress mit der Salesforce Commerce Cloud

Die Commerce Cloud von Salesforce wird als echte Software as a Service (SaaS) angeboten. Unternehmen haben den Vorteil, dass sie sich nicht um den Betrieb der Hardware und Bereitstellung der Software (Hosting)  kümmern müssen und ebenso wenig um regelmäßige Updates und Sicherheitspatches. Das übernimmt zu 100 Prozent Salesforce. Die Sales Cloud bietet eine Komplettlösung für den B2B E-Commerce. Die B2B Shop Software erlaubt unter anderem kundenspezifische Kataloge und Preise, personalisierte Einkaufserlebnisse und zahlreiche Möglichkeiten für effizienten Kundenservice, fürs Marketing und die Verwaltung von Accounts. Auch für das Zusammenspiel mit Außendienstmitarbeitern im Vertrieb bietet Salesforce praktische Features. Die monatliche Gebühr für die Nutzung der cloudbasierten B2B Shop Software richtet sich nach den gewünschten Funktionen. Wie auch Intershop passt Salesforce kostenseitig eher zum Enterprise-Segment.

Außer Konkurrenz – Shopify

Eigentlich wollten wir ja nur 6 Systeme kurz vorstellen. Für einen schnellen Einstieg in den B2B E-Commerce – zumindest mit bestimmten Anforderungen – bietet sich mittlerweile aber auch Shopify an.

Ähnlich wie die Salesforce Commerce Cloud bietet das kanadische Unternehmen Shopify eine E-Commerce Lösung, die im SaaS-Modell vertrieben wird. Shopify kommt, ähnlich wie Magento oder Shopware, historisch aus dem B2C-Bereich, weswegen vorwiegend B2C Anforderungen erfüllt werden. In den letzten Monaten haben aber Agenturen verstärkt B2B Features entwickelt, die über den Marketplace bezogen werden können. Mit Wholesale Hero lassen sich etwa diverse Kundengruppen definieren und dann für diese Kundengruppen spezifische Preisregeln (Rabatte, abweichende Produktpreise, Mindestbestellsumme etc.) festlegen. Andere Plug-ins erweitern den Shop um eine umfangreiche Geschäftskundenregistrierung. So kann Shopify auf einfache Art und Weise erweitert und an die eigenen Bedürfnisse und Anforderungen angepasst werden. Ein großer Pluspunkt im Vergleich zu Salesforce, oder auch Lösungen wie Magento oder Shopware, liegt im Kostenmodell. Die kleinste Variante von Shopify ist bereits für 29 Dollar / Monat zu haben.

Fazit

Alle vorgestellten Anbieter von B2B Shopsoftware-Lösungen sind mit ausgereiften Onlineshop-Systemen für den B2B E-Commerce auf dem Markt, wobei die neue Version von Shopware noch nicht ausreichend lange verfügbar ist, um ein abschließendes Urteil zu fällen. Abhängig von Unternehmensgröße, Branche, Budget und gewünschten Funktionen, kommt die eine B2B Shop Software mehr und die andere weniger infrage. Wenn Sie genau wissen wollen, welches Shopsystem am besten zu Ihnen passt, nehmen sie Kontakt mit uns auf. Wir helfen gerne bei der Auswahl!

Kommentare

2 Antworten zu “B2B Shop Software – die wichtigsten Systeme im Überblick”

  1. Sehr geehrter Herr Steireif,
    bei der Entwicklung eines neuen B2B Marketplace ist unserem Kunden auch besonders wichtig, dass Händlerumsätze einem Handelsvertreter zugeordnet werden. Können Sie sagen, welches System sich dafür am besten eignen würde?

    • Schwierig zu beantworten – ich würde mit keiner der aufgeführten Lösungen einen Marktplatz umsetzen. Das geht an der ursprünglichen Konzeption der Lösungen etwas vorbei und man müsste schon recht stark eingreifen und die Lösung anpassen.

      Shopware hat im Standard ein paar interessante Konzepte in der B2B Lösung (https://www.shopware.com/de/produkte/enterprise-edition/) z.B. die Außendienstmitarbeiter Rolle (die sozusagen einen Handelsvertreter einnehmen könnte). Wäre aber vermutlich auch mit Customizing verbunden.

      Man müsste im ersten Schritt die Prozesse und Features des Marktplatzes ein wenig besser kennen (sehr große Varianz möglich) und basierend darauf dann die am ehesten passende Lösung wählen.

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