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Barrierefreiheitsstärkungsgesetz im Onlinehandel
Alexander Steireif16.05.2024 08:28:376 Minuten Lesezeiten

Barrierefreiheitsstärkungsgesetz im Onlinehandel

Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz haben Online-Shop Betreiber bzw. Onlinehändler aktuell und bis spätestens 2025 wichtige Anforderungen zu bewältigen. Die Bedeutung von barrierefreien Dienstleistungen und Produkten für Menschen mit Behinderungen rückt steht dabei im Fokus. Konkret geht es um die Teilnahme aller Menschen im E-Commerce, ganz gleich welche Beeinträchtigung bzw. Einschränkung bei diesen Personen vorliegt. Das BFSG beeinflusst nicht nur die digitale Teilhabe, sondern prägt auch die Gestaltung von Informationen und Funktionen. Doch was bedeutet das BSFG nun konkret für Sie als Onlinehändler?

Um was geht es überhaupt?

Als Unternehmen sind Sie verpflichtet, das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, welches sich unter anderem auch auf Ihren Webshop bezieht, bis zum Stichtag im Jahr 2025 umzusetzen. Hierbei handelt es sich um eine rechtliche Vorgabe, die aber viele Unternehmen aktuell noch nicht auf dem Schirm haben. Doch warum geht der Gesetzgeber genau in dieses Thema und hat eine entsprechende rechtliche Verordnung erlassen?

Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf Teilhabe an digitalen Angeboten, sei es beim Online-Shopping oder beispielsweise beim Lesen eines Newsletters. Das BFSG bietet einen klaren Rahmen hinsichtlich der erforderlichen Maßnahmen zur Gewährleistung der Barrierefreiheit. Durch das BSFG verursacht der Staat sicherlich wieder Kosten, die gerne vermieden werden würden, jedoch bietet ein barrierefreier Webshop auf viele Möglichkeiten und Chancen. Durch die Erschließung weiterer Zielgruppen können Umsätze gesteigert, die Conversion-Rate optimiert und auch das Markenimage verbessert werden.

Bedeutung und Ziele des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) zielt darauf ab, die Barrierefreiheit in Deutschland zu verbessern. Es setzt die EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit um und fordert, dass digitale Produkte und Dienstleistungen für alle Menschen zugänglich sind, einschließlich Menschen mit Behinderungen. Wichtige Ziele sind:

  • Gleicher Zugang
    Gewährleistung, dass alle Menschen, unabhängig von ihren Fähigkeiten, Zugang zu digitalen Inhalten und Dienstleistungen haben.
  • Chancengleichheit
    Verbesserung der Teilhabechancen für Menschen mit Behinderungen im digitalen Zeitalter.
  • Rechtsklarheit
    Schaffung klarer gesetzlicher Rahmenbedingungen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
    Innovation fördern: Anreize für die Entwicklung und Verbreitung barrierefreier Technologien.

Das Gesetz soll die digitale Inklusion vorantreiben und somit gesellschaftliche Teilhabe und Gleichstellung fördern.

Anforderungen an Online-Shops gemäß dem Gesetz

Die Erfüllung der Barrierefreiheitsanforderungen gemäß dem Gesetz ist für Onlineangebote von entscheidender Bedeutung. Dies bedeutet, dass digitale Produkte und Dienstleistungen so gestaltet werden müssen, dass sie für alle Menschen zugänglich sind, unabhängig von einer vorhandenen Behinderung.

Die Bereitstellung von barrierefreien Informationen in verschiedenen Formaten wie beispielsweise leicht verständlichen Texten, Audioinhalten oder alternativen Bildbeschreibungen ist eine grundlegende Voraussetzung. Darüber hinaus müssen interaktive Elemente wie Formulare oder Videos so konzipiert sein, dass sie auch von Menschen mit Einschränkungen problemlos genutzt werden können. Die Integration von barrierefreien Designprinzipien in die alltägliche Arbeit eines Unternehmens ist ein wichtiger Schritt hin zur Förderung der Teilhabe aller Menschen am digitalen Leben und Wohnen.

Die WCAG 2.2 enthält unter anderem folgende Kriterien:

  • Vorlesefunktion
  • Farbkontraste
  • Leseversion ohne Werbebanner
  • Mindestgröße von Text und von Links muss anpassbar sein
  • Navigation muss ohne Maus bedienbar sein
  • lesbare Schriftarten
  • alternative Texte für Bilder, Videos, etc.
  • weniger Animationen oder Option zur deaktivierung von Animationen
  • Inhalt in leichter Sprache
  • keine Infos nur über Farben (z.B. drücken sie auf den grünen Button)
  • klare Linktexte
  • Cookie Banner müssen barrierefrei sein

Unser Barrierefreiheit Audit unterstützt Sie übrigens bei der Prüfung der notwendigen Maßnahmen und ToDos, damit Sie die rechtlichen Anforderungen einhalten.

Chancen für Onlinehändler durch das BFSG

Die Umsetzung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes im Onlinehandel bringt Onlinehändlern Chancen. Durch die Schaffung barrierefreier Onlineangebote können Unternehmen ihre Reichweite erweitern und neue Zielgruppen erschließen. Indem die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen stärker berücksichtigt werden, signalisieren Onlinehändler soziale Verantwortung und steigern ihr Image als zugänglicher Anbieter.

Zudem kann die Umsetzung des Gesetzes zu einer Verbesserung der Benutzererfahrung führen, was wiederum die Kundenbindung und -zufriedenheit erhöht. Onlinehändler haben die Möglichkeit, sich durch barrierefreie Angebote positiv von der Konkurrenz abzuheben und somit langfristige Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Die Einhaltung der Barrierefreiheitsanforderungen kann nicht nur zu einer Steigerung des Umsatzes führen, sondern auch das positive Image und die Reputation eines Unternehmens stärken.

Zusammengefasst ergeben sich also folgende Vorteile:

  • Mehr Reichweite
  • Erschließung neuer Zielgruppen
  • Stärkung des Images / Branding
  • Optimierung der UX bzw. Usability
  • Höhere Kundenbindung
  • Generierung von Wettbewerbsvorteilen

Das Gesetz ist also nicht nur ein Kostentreiber, sondern erzeugt auch Vorteile und Mehrwerte für Sie als Onlinehändler, die nicht zu verachten sind.

Barrierefreiheit ist mittlerweile ein USP im Onlinehandel

Abbildung 1: Barrierefreiheit ist mittlerweile ein USP im Onlinehandel

Auswirkungen auf Ihren Online-Shop

User Experience: Eine klare Strukturierung, alternative Formate wie Text-zu-Sprache-Funktionen und gut lesbare Schriftarten sind nur einige Beispiele, wie die User Experience positiv beeinflusst wird. Eine nutzerzentrierte Gestaltung im Einklang mit den Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes ist ein wichtiger Schritt für eine gelungene User Experience (UX).

Kundenbindung: Barrierefreiheit ist mehr als nur eine gesetzliche Anforderung - sie ist ein Schlüssel zur Teilhabe und Inklusion aller Nutzer. Indem Onlinehändler digitale Dienstleistungen und Produkte barrierefrei gestalten, schaffen sie eine inklusive Einkaufsumgebung, die das Vertrauen der Kunden stärkt und langfristige Bindungen fördert. Die Berücksichtigung von Barrierefreiheitsanforderungen in der Gestaltung von Onlineplattformen und Inhalten ist somit nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern auch eine strategische Investition in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Wettbewerbsvorteile: Kunden schätzen barrierefreie Websites, die ein inklusives Einkaufserlebnis ermöglichen. Indem Sie die Anforderungen des Gesetzes erfüllen, positionieren Sie sich als verantwortungsbewusstes und kundenorientiertes Unternehmen, das die Teilhabe aller Nutzer fördert. Darüber hinaus können barrierefreie Websites Ihre SEO-Performance verbessern und neue Zielgruppen erschließen. Nutzen Sie die Chance, sich als Vorreiter in Sachen Barrierefreiheit zu etablieren und dadurch langfristige Wettbewerbsvorteile im E-Commerce zu sichern.

Herausforderungen bei der Umsetzung

Die Umsetzung der Barrierefreiheitsanforderungen im Onlinehandel stellt Onlinehändler vor vielfältige Herausforderungen. Die Anpassung bestehender digitaler Dienstleistungen und Produkte an die Vorgaben des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes erfordert umfassende Arbeit und Ressourcen. Besonders die Gewährleistung der barrierefreien Zugänglichkeit von Informationen in verschiedenen Formaten wie Newsletter oder PDF-Dokumenten kann eine komplexe Aufgabe darstellen.

Zudem müssen Unternehmen sicherstellen, dass ihre Online-Plattformen und -Angebote für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen uneingeschränkt nutzbar sind. Die Balance zwischen einer ansprechenden User Experience und der Einhaltung der Barrierefreiheitsstandards zu finden, erweist sich als anspruchsvoll. Eine genaue Übersicht über die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes ist daher unerlässlich, um die Teilhabe aller Menschen am digitalen Leben zu gewährleisten.

Sollten Sie vor Herausforderungen bei der Umsetzung stehen, können Sie übrigens auf unser Barrierefreiheit Audit zurückgreifen.

Risiken bei Nichtbeachtung des Gesetzes

Bei Nichtbeachtung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes im Onlinehandel drohen Onlinehändlern ernste Haftungsrisiken. Die Vorgaben dieses Gesetzes sind verbindlich und dienen dem Schutz und der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Unternehmen, die sich nicht an die barrierefreiheitsrelevanten Anforderungen halten, riskieren nicht nur den Verlust von Kunden, sondern auch rechtliche Konsequenzen. Die Strafen können dabei zum Teil in den sechsstelligen Bereich gehen.

Fazit

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz bietet im Onlinehandel ein enormes Potenzial, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu fördern. Unternehmen, die die Anforderungen des Gesetzes erfüllen, zeigen nicht nur soziale Verantwortung, sondern eröffnen sich auch neue Chancen in Form einer erweiterten Kundenbasis. Die Implementierung barrierefreier Maßnahmen erfordert zwar zusätzliche Arbeit und Ressourcen, doch langfristig können sich diese Investitionen in Form einer gesteigerten Kundenzufriedenheit und -bindung auszahlen.

Ein barrierefreies Onlineangebot bedeutet nicht nur Zugänglichkeit für Menschen mit Einschränkungen, sondern schafft auch eine transparente und nutzerfreundliche digitale Umgebung für alle. Onlinehändler, die frühzeitig auf Barrierefreiheit setzen, profitieren nicht nur von einer verbesserten User Experience, sondern stärken auch ihre Wettbewerbsposition und minimieren Haftungsrisiken. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ist somit nicht nur ein rechtliches Erfordernis, sondern auch eine Chance für Unternehmen, ihre Dienstleistungen und Produkte inklusiver und zugänglicher zu gestalten.