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Worauf es bei der Definition von Shopsystem-Anforderungen ankommt

Die Anforderungen an ein Shopsystem müssen feststehen, bevor Anbieter oder Systeme verglichen werden. Entscheidend ist, Geschäftsziele, Prozesse und technische Bedingungen vollständig zu erfassen und sinnvoll zu priorisieren. So entsteht eine neutrale Grundlage für Auswahl, Ausschreibung und Umsetzung.

Geschäftsziele zuerst klären
Alle Fachbereiche einbeziehen
Anforderungen konkret beschreiben
Anforderungen sinnvoll priorisieren
Schnittstellen und Prozesse erfassen
Zukünftige Anforderungen berücksichtigen

Warum die Anforderungsdefinition die kritischste Phase Ihres Projekts ist

Die Wahl des falschen Shopsystems gehört zu den teuersten Fehlern, die ein Unternehmen im E-Commerce machen kann, weil er sich nicht im nächsten Sprint korrigieren lässt, sondern erst nach einem aufwendigen und kostspieligen Relaunch. Und dieser Fehler entsteht fast immer in derselben Phase: wenn Anforderungen nicht sauber definiert wurden, bevor eine Systementscheidung getroffen wird.

Trifft man eine Systementscheidung ohne belastbare Anforderungsgrundlage, kann Folgendes passieren:

  • Das gewählte System deckt wesentliche Funktionen, die für Ihr Geschäftsmodell zentral sind, nicht im Standard ab, sodass aufwendige und teure Individualentwicklungen notwendig werden, die den vermeintlichen Kostenvorteil des Systems schnell aufzehren.
  • Systemgrenzen, die von Anfang an bekannt gewesen wären, tauchen erst im laufenden Projekt auf, zu einem Zeitpunkt, an dem ein Systemwechsel nicht mehr realistisch ist und Kompromisse das Endergebnis prägen.

Das eigentliche Problem dabei ist nicht, dass Unternehmen leichtfertig entscheiden, sondern dass der Markt so aufgebaut ist, dass Anforderungsdefinition selten im Interesse der Beteiligten liegt. Agenturen verdienen an der Umsetzung, Systemhersteller an Lizenzen, und je früher eine Entscheidung fällt, desto besser für beide. Neutrale Begleitung in dieser Phase gibt es selten.

Was ohne saubere Anforderungsdefinition typischerweise schieflgeht:

  • Systeme werden auf Basis von Demos und Präsentationen ausgewählt, die die Stärken zeigen und die Schwächen verbergen, die für Ihr konkretes Vorhaben entscheidend wären.
  • Anforderungen aus einzelnen Fachbereichen wie Logistik, Marketing oder Vertrieb werden nicht systematisch erhoben, sodass das gewählte System für einige Bereiche gut funktioniert und für andere von Beginn an Probleme macht.
  • Zukunftsanforderungen wie Internationalisierung, B2B-Funktionen oder neue Vertriebskanäle werden in der Anforderungsphase nicht berücksichtigt und führen später zu teuren Nachrüstungen oder einem erneuten Systemwechsel.
  • Die Entscheidung fällt letztlich nach Präferenz oder Empfehlung statt nach einem strukturierten Vergleich auf Basis definierter Kriterien.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert eine professionelle Anforderungsdefinition für ein Shopsystem?
Wir haben intern bereits eine Anforderungsliste erstellt. Reicht das als Grundlage?
Können Sie auch die Systemauswahl nach der Anforderungsdefinition begleiten?
Wie stellen Sie sicher, dass wirklich alle relevanten Anforderungen erfasst werden?