Wenn ein Shopsystem dauerhaft zu teuer wird, sollte nicht vorschnell über einen Wechsel entschieden werden. Entscheidend ist, zunächst alle Kosten vollständig zu erfassen, die größten Kostentreiber zu erkennen und zu prüfen, welche Einsparungen im bestehenden System möglich sind. Worauf es dabei besonders ankommt.
Zu den Kosten eines Shopsystems gehören weit mehr als Lizenz und Hosting. Auch Agenturleistungen, Updates, Schnittstellen, Wartung und interne Arbeitszeit müssen berücksichtigt werden. Erst wenn alle Ausgaben aus den verschiedenen Bereichen zusammengeführt werden, zeigt sich, wie teuer der laufende Betrieb tatsächlich ist.
Steigende Kosten entstehen häufig an mehreren Stellen gleichzeitig. Teure Updates, aufwendige Schnittstellen, unpassende Lizenzmodelle oder zu große Hosting-Pakete können das Budget belasten. Deshalb sollte genau geprüft werden, welche Bereiche die höchsten Kosten verursachen und ob der jeweilige Aufwand noch gerechtfertigt ist.
Viele Unternehmen zahlen für Funktionen oder Leistungen, die sie kaum oder gar nicht nutzen. Deshalb sollte geprüft werden, ob der gewählte Tarif, die gebuchten Erweiterungen und die bestehenden Verträge noch zum tatsächlichen Bedarf passen. Oft lassen sich dadurch Kosten senken, ohne das Shopsystem direkt wechseln zu müssen.
Wartung, Updates und kleinere Anpassungen können über Jahre einen großen Teil der Kosten ausmachen. Wichtig ist deshalb, Leistungen und Abrechnungen der Agentur regelmäßig zu prüfen. So wird sichtbar, welche Arbeiten wirklich notwendig sind und wo Abläufe, Angebote oder Vereinbarungen verbessert werden können.
Auch Hosting und Schnittstellen verursachen häufig laufende Kosten, die lange unbemerkt wachsen. Überdimensionierte Server, alte Anbindungen oder unnötig komplizierte Lösungen sollten deshalb überprüft werden. Einfachere Strukturen können den Aufwand senken und den Betrieb dauerhaft günstiger und leichter steuerbar machen.
Ein Systemwechsel kann sinnvoll sein, ist aber nicht automatisch die beste Lösung. Vorher sollte geprüft werden, welche Kosten durch bessere Verträge, einfachere Strukturen oder eine andere Zusammenarbeit mit der Agentur gesenkt werden können. Erst danach lässt sich beurteilen, ob ein Wechsel wirtschaftlich wirklich sinnvoll ist.
Kein Unternehmen entscheidet sich bewusst für ein zu teures Shopsystem. Die Kosten entstehen schleichend, über Jahre hinweg, durch Entscheidungen, die im Moment jeweils vernünftig erschienen, in der Summe aber ein Kostenproblem erzeugen, das niemand mehr vollständig überblickt. Lizenzmodelle werden komplexer, Agenturen rechnen Release-Aufwände als individuelle Projekte ab und Hosting-Architekturen wachsen mit dem Traffic, ohne dass die Kosten entsprechend optimiert werden.
Lässt man Shopsystem-Kosten ohne systematische Überprüfung laufen, kann Folgendes passieren:
Das strukturelle Problem dabei ist, dass die Gesamtkosten eines Shopsystems selten von einer einzigen Stelle im Unternehmen überblickt werden. IT verantwortet Hosting und Lizenzen, E-Commerce verantwortet Agenturkosten und niemand addiert beides zu einer Gesamtbetrachtung, die als Grundlage für Optimierungsentscheidungen taugt.
Was bei unkontrollierten Shopsystem-Kosten typischerweise schieflgeht:
Der einzige belastbare Weg ist ein vollständiger Total-Cost-of-Ownership-Vergleich, der alle Kostendimensionen beider Systeme über einen realistischen Zeitraum gegenüberstellt. Lizenzvergleiche allein sind irreführend, weil günstigere Lizenzkosten oft durch höhere Agentur- oder Hostingkosten mehr als ausgeglichen werden. Wir führen genau diesen Vergleich durch, bevor wir eine Empfehlung aussprechen.
Das lässt sich ohne vollständige Kostenanalyse nicht seriös beantworten, weshalb wir genau dort beginnen. In vielen Fällen lassen sich erhebliche Einsparungen im Bestand erzielen, ohne die Risiken und Kosten einer Migration einzugehen. Wo ein Wechsel wirtschaftlich tatsächlich vorteilhafter ist, sagen wir das klar und belegen es mit konkreten Zahlen.
Ja, laufende Verträge schränken die Möglichkeiten ein, aber selten so stark, wie es auf den ersten Blick scheint. Wir analysieren die bestehenden Vertragsbedingungen auf Optimierungspotenzial, bereiten Nachverhandlungen inhaltlich vor und begleiten Sie in Gesprächen mit Anbietern und Agenturen, damit Sie nicht auf die Aussage angewiesen sind, dass an den Konditionen nichts zu machen sei.
Interne Kostenzusammenstellungen sind ein guter Ausgangspunkt, sind aber in der Praxis fast immer unvollständig, weil Kosten in verschiedenen Budgets liegen und nicht alle Kostendimensionen intern sichtbar sind. Wir prüfen Ihre bestehende Übersicht auf Vollständigkeit, schließen Lücken und erweitern sie um Marktbenchmarks, die intern schlicht nicht verfügbar sind.