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Worauf es beim Vergleich von Shopsystemen ankommt

Ein Shopsystem-Vergleich sollte nicht auf Demos, Bekanntheit oder einzelnen Funktionen beruhen. Entscheidend ist, alle Systeme anhand derselben Anforderungen, Kosten und Zukunftsziele zu bewerten. So wird sichtbar, welche Lösung wirklich zum Unternehmen passt und langfristig tragfähig ist.

Klare Anforderungen festlegen
Passende Systeme vorauswählen
Einheitliche Kriterien verwenden
Gesamte Kosten berücksichtigen
Zukünftige Anforderungen einplanen
Systeme neutral bewerten

Warum Shopsystem-Vergleiche ohne neutrale Grundlage scheitern

Der Markt für E-Commerce-Systeme ist groß, gut vermarktet und von Interessenkonflikten durchzogen. Systemanbieter investieren erheblich in Demos, Whitepapers und Referenzstories, die ihre Plattform ins beste Licht rücken. Agenturen empfehlen die Systeme, die sie beherrschen und mit denen sie ihr Geld verdienen. Und Analysten-Rankings messen Kriterien, die für Ihr konkretes Vorhaben möglicherweise irrelevant sind. Das Ergebnis ist ein Markt, in dem eine neutrale Systemempfehlung die Ausnahme ist und nicht die Regel.

Vergleicht man Shopsysteme ohne strukturierte Methodik, kann Folgendes passieren:

  • Systeme werden auf Basis von Demos bewertet, die von Anbietern sorgfältig kuratiert wurden, um genau die Funktionen zu zeigen, die überzeugend wirken, während die Bereiche, in denen das System Grenzen hat, nie zur Sprache kommen.
  • Die Entscheidung fällt letztlich nach dem Eindruck des Pitches und nicht nach einem objektiven Vergleich der Systeme auf Basis Ihrer tatsächlichen Anforderungen.

Das strukturelle Problem dabei ist, dass ein fairer Systemvergleich nur möglich ist, wenn alle Systeme auf derselben Anforderungsgrundlage bewertet werden. Wer diese Grundlage nicht vorher definiert hat, vergleicht unterschiedliche Dinge auf unterschiedlichen Grundlagen und nennt das trotzdem eine Entscheidung.

Was bei unstrukturierten Shopsystem-Vergleichen typischerweise schieflgeht:

  • Gesamtbetriebskosten werden nicht vollständig erfasst, weil Lizenzkosten, Agenturkosten, Hosting, Release-Updates und Schnittstellenpflege selten in einem Vergleich zusammengeführt werden und das günstigste System im Anschaffungspreis oft das teuerste im Betrieb ist.
  • Systemgrenzen werden erst nach der Entscheidung sichtbar, wenn ein Rollback nicht mehr möglich ist und teure Individualentwicklungen die einzige Option sind.
  • Zukunftsanforderungen wie Internationalisierung, B2B-Funktionen oder neue Vertriebskanäle werden im Vergleich nicht berücksichtigt, sodass das gewählte System in zwei bis drei Jahren erneut gewechselt werden muss.
  • Die interne Konsensfindung scheitert, weil verschiedene Stakeholder verschiedene Systeme präferieren und kein objektiver Bewertungsrahmen existiert, der die Diskussion auf eine sachliche Grundlage stellt.

Häufig gestellte Fragen

Welche Shopsysteme sollten wir in den Vergleich einbeziehen?
Wie lange dauert ein strukturierter Shopsystem-Vergleich?
Können Sie auch empfehlen, welches System für uns am besten passt?
Wir haben uns intern bereits für ein System entschieden. Macht eine externe Prüfung noch Sinn?