Eine Ausschreibung ist nicht einfach nur eine Linkliste mit vagen Wünschen. Eine gute Ausschreibung ist ein technisches Dokument, das Agenturen zwingt, die gleichen Fragen in der gleichen Detailtiefe zu beantworten. Ohne diese Präzision vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.
Das Problem fängt damit an, dass die meisten Unternehmen gar nicht wissen, was sie eigentlich brauchen. Sie wissen, dass ein Shop modernisiert werden soll, aber ob die Anforderungen für Shopify, Shopware, BigCommerce oder ein anderes System sprechen, bleibt diffus. Agenturen nutzen diese Unklarheit aus und schlagen das System vor, das ihnen passt. Nicht weil es die beste Lösung ist, sondern weil sie darauf spezialisiert sind.
Die typischen Fehler entstehen hier:
Resultat: Sie wählen eine Agentur basierend auf Bauchgefühl, nicht auf Fakten. Oder schlimmer: Die günstigste Agentur gewinnt, und Sie merken erst im Projekt, dass sie nicht liefern kann.
Eine solide Ausschreibung für ein Shopsystem hat mehrere Aufgaben. Sie definiert nicht nur, was Sie brauchen, sondern zwingt Agenturen auch, transparent und vergleichbar zu antworten.
Eine gute Ausschreibung klärt zunächst die Business-Anforderungen. Wie viele Produkte im Katalog? Welche Zahlungsarten? Multi-Channel oder single-Channel? B2C oder B2B? Diese Fragen bestimmen, welche Systeme überhaupt in Frage kommen.
Danach werden technische Anforderungen definiert. Welche Systeme müssen angebunden werden (ERP, CRM, Accounting)? Welche Performance-Standards? Wie wichtig ist Mobilität? Diese Anforderungen grenzen die Systeme weiter ein.
Drittens wird der Prozess strukturiert. Die Ausschreibung sollte von Agenturen fordern, dass sie explizit antworten auf: Welches System schlagen Sie vor und warum? Welche Anforderungen sprechen für dieses System? Wo sehen Sie Risiken? Wie sieht Ihr Projektplan aus? Was kostet jede Phase? So wird Vergleichbarkeit erzeugt.
Viertens wird das Risiko geklärt. Eine gute Ausschreibung zwingt Agenturen, realistische Budgets und Zeitpläne anzugeben. Sie fordern auf, Annahmen zu explizieren und Fallstricke zu benennen.
Wir übernehmen nicht die Ausschreibung für Sie. Wir begleiten den Prozess so, dass Sie am Ende ein technisches Anforderungsdokument haben, das echte Vergleichbarkeit schafft.
Das sieht konkret so aus:
Eine gute Ausschreibung kostet Zeit und Aufmerksamkeit. Aber sie rentiert sich mehrfach.
Das ist die unmittelbare Ersparnis:
Die indirekte Ersparnis ist noch größer: Sie ersparen sich ein Projekt, das scheitert. Das ist kein Geld, das Sie sparen, sondern Geld und Zeit, die Sie nicht verschwenden.
Mit unserer Begleitung 4-6 Wochen von Anforderungsworkshop bis fertige Ausschreibung. Das klingt lang, aber das ist Zeit, die sich im Projekt hundertfach zurückzahlt. Ein schlecht vorbereitetes Projekt kostet Sie später Monate und Hunderttausende Euro. Die Vorbereitung ist die beste Investition, die Sie machen können.
Nein. Aber Sie müssen die Anforderungen klären wollen. Wenn Sie noch völlig unsicher sind, kann eine Ausschreibung auch der erste Schritt sein, um Klarheit zu schaffen. In dem Fall moderieren wir einen Workshop und erarbeiten die Anforderungen gemeinsam mit Ihrem Team.
Das hängt ab von Ihrer Branche und Region. Für ein großes B2B-Projekt laden Sie vielleicht 4-6 Agenturen ein. Für einen kleineren Shop reichen 2-3. Wichtig ist: Die Agenturen sollten qualifiziert sein, nicht einfach viele einladen. Eine schlecht durchgeführte Ausschreibung mit vielen schwachen Agenturen bringt nichts.
Das ist sogar gut. Es zeigt, dass Agenturen unterschiedliche Lösungsansätze haben. Wichtig ist, dass sie explizit begründen, warum sie welches System vorschlagen. Mit einer guten Ausschreibung können Sie diese Begründungen vergleichen und verstehen, welcher Ansatz zu Ihren Anforderungen passt. Ohne Ausschreibung wissen Sie nicht, warum Agentur A Shopify und Agentur B Shopware empfiehlt.