Eine E-Commerce-Agentur sollte nicht allein nach Referenzen, Bekanntheit oder dem günstigsten Angebot ausgewählt werden. Entscheidend ist, ob Arbeitsweise, Erfahrung, Kosten und Team zum Unternehmen und zum geplanten Projekt passen. Nur mit einer klaren Auswahl lassen sich spätere Probleme und hohe Zusatzkosten vermeiden.
Agenturen arbeiten unterschiedlich und nicht jede Vorgehensweise passt zu jedem Projekt. Deshalb sollte früh geklärt werden, wie Aufgaben geplant, Änderungen berücksichtigt und Ergebnisse geliefert werden. Die Arbeitsweise muss zur Projektgröße, zu den internen Abläufen und zur gewünschten Geschwindigkeit passen.
Ein günstiger Gesamtpreis sagt wenig aus, wenn Leistungen, Stundensätze und Annahmen unklar bleiben. Angebote sollten deshalb verständlich zeigen, welche Aufgaben enthalten sind, welches Team eingeplant wird und wie zusätzlicher Aufwand berechnet wird. So werden versteckte Kosten frühzeitig sichtbar.
Allgemeine E-Commerce-Erfahrung reicht nicht immer aus. Entscheidend ist, ob die Agentur bereits Projekte mit ähnlichen Anforderungen, Systemen und Geschäftsprozessen umgesetzt hat. Passende Referenzen zeigen, ob sie typische Herausforderungen kennt und realistisch einschätzen kann.
Angebote lassen sich nur sinnvoll bewerten, wenn alle Agenturen auf derselben Grundlage kalkulieren. Dafür braucht es klare Anforderungen und einheitliche Fragen zu Leistungen, Kosten, Projektplan und Team. Andernfalls beruhen die Angebote auf unterschiedlichen Annahmen und sind kaum vergleichbar.
Nicht nur der Eindruck aus der Präsentation zählt, sondern auch das Team, das später am Projekt arbeitet. Deshalb sollte geprüft werden, wer die Aufgaben tatsächlich übernimmt und wie die Zusammenarbeit organisiert wird. Klare Kommunikation und passende Ansprechpartner sind für den Projekterfolg besonders wichtig.
Eine gute Agentur verspricht nicht nur schnelle Ergebnisse, sondern spricht auch mögliche Schwierigkeiten offen an. Zeitplan, Budget und technische Risiken sollten realistisch bewertet werden. So zeigt sich, ob die Agentur das Projekt wirklich verstanden hat und Probleme frühzeitig einplanen kann.
Der E-Commerce-Agenturmarkt ist groß, heterogen und schwer zu durchschauen. Agenturen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Plattformexpertise, sondern vor allem in ihrer Arbeitsweise, ihrer Teamstruktur und darin, welche Art von Projekten sie wirklich beherrschen. Zudem bieten mittlerweile selbst große Beratungshäuser die Implementierung von E-Commerce Plattformen an. Es ist also nicht nur die Agentur, welche die Leistung erbringt, sondern ein Kosmos von Dienstleistern. Das grundlegende Problem dabei ist, dass diese Unterschiede von außen kaum sichtbar sind, weil jede Agentur im Pitch ihr Bestes zeigt und nicht ihr Alltägliches.
Setzt man bei einem E-Commerce-Projekt auf die falsche Agentur, kann Folgendes passieren:
Die meisten Fehlentscheidungen bei der E-Commerce Agenturauswahl entstehen nicht durch Pech, sondern durch einen mangelhaften Auswahlprozess. Oder durch den Verlass auf Empfehlungen. Wer Angebote einholt, ohne vorher klare Anforderungen definiert zu haben, bekommt Zahlen, die nichts aussagen, und trifft eine Entscheidung auf unsicherer Grundlage.
Was dabei typischerweise schieflgeht:
Die Auswahl eines Implementierungspartners für die nächsten Jahre wird im Mittelstand häufig schneller getroffen, als die Buchung eines Jahresurlaubs. Doch bei einer falschen Entscheidung können horrende Kosten und weiterführende Probleme die Konsequenz sein.
Das hängt vom Projektvolumen und dem Ausgangszustand des Auswahlprozesses ab, aber nach unserer Erfahrung aus zahlreichen begleiteten Projekten liegen die Einsparungen durch einen strukturierten Prozess regelmäßig im fünf- bis sechsstelligen Bereich, entweder weil Angebote von Anfang an realistischer ausfallen oder weil wir in der Verhandlung Spielräume nutzen, die ohne externe Begleitung verborgen bleiben.
Die Vorgehensweise einer Agentur entscheidet darüber, wie flexibel sie auf veränderte Anforderungen reagieren kann und wie Mehraufwände im Projektverlauf verrechnet werden. Agenturen mit Wasserfall-Methodik neigen dazu, Änderungen als kostenpflichtige Zusatzleistungen zu behandeln, während agile Agenturen iterativ vorgehen und Anforderungsänderungen strukturell besser auffangen können. Wir prüfen das im Rahmen unseres Auswahlprozesses systematisch und nicht auf Basis von Selbstaussagen der Agenturen.
Das hängt vom Umfang der gewünschten Begleitung ab, weshalb wir das im Erstgespräch konkret klären. Was wir aus der Praxis sagen können: Die erzielten Einsparungen übersteigen unsere Beratungskosten in den meisten Projekten deutlich, häufig bereits in der ersten strukturierten Verhandlungsrunde mit den Agenturen.
Das ist ein häufiger Ausgangspunkt für eine Zusammenarbeit mit uns. Wir bewerten die aktuelle Situation objektiv, klären ob eine Kurskorrektur innerhalb der bestehenden Agenturbeziehung möglich ist oder ein Wechsel die sinnvollere Entscheidung darstellt, und begleiten Sie durch den gesamten Übergangsprozess, damit möglichst wenig des bereits investierten Budgets verloren geht.